Was die Forschung über unsere drei Pflanzen sagt. Und was nicht.
Hier findest du die wichtigsten Quellen zu Mariendistel, Artischocke und Löwenzahn. Jede ist verlinkt und nach Studientyp eingeordnet. Wir sagen auch klar, wo die Forschung noch dünn ist.
Nicht jede Studie wiegt gleich viel.
Eine Zellkultur im Labor sagt wenig über den Menschen. Eine systematische Übersicht vieler Studien sagt viel mehr. Jede Quelle unten trägt deshalb ein Etikett mit ihrem Typ und bis zu fünf Punkten für die Aussagekraft.
Zeigt Mechanismen. Nicht auf Menschen übertragbar.
Erste Hinweise, oft hohe Dosen.
Am Menschen, aber wenige Teilnehmende oder ohne Kontrollgruppe.
Randomisiert, mit Placebo. Deutlich belastbarer.
Systematische Übersichten, Bewertungen von EMA oder EFSA.
Wichtig: Die Studien beziehen sich auf die Pflanzen und ihre Extrakte, oft in anderen Zubereitungen und Mengen. Sie sagen nichts darüber aus, wie Vitaloop bei dir wirkt.
Mariendistel
- Leitsubstanz
- Silymarin
- Standardisiert
- 80 %
- = pro Kapsel
- 100 mg
Was gut untersucht ist
Silymarin ist eines der am meisten erforschten Pflanzenstoffgemische. Es gibt systematische Arbeiten dazu, wie der Körper die Inhaltsstoffe aufnimmt und abbaut, und eine eigene EMA-Monografie. Die Verträglichkeit gilt in den Übersichtsarbeiten insgesamt als gut.
Wo die Forschung Grenzen hat
Silymarin wird nur begrenzt vom Körper aufgenommen, die Studien nutzen sehr unterschiedliche Zubereitungen und Mengen. Eine EU-Bewertung der gesundheitsbezogenen Angaben steht noch aus.
Artischocke
- Leitsubstanz
- Cynarin
- Standardisiert
- 2,5 %
- = pro Kapsel
- 4,5 mg
Was untersucht ist
Artischockenblatt-Extrakt hat eine lange Tradition als Bitterpflanze. Es gibt eine EMA-Monografie und Humanstudien zur Gallensekretion, also dazu, wie viel Gallenflüssigkeit der Körper abgibt.
Wo die Forschung Grenzen hat
Viele Studien sind klein oder ohne Kontrollgruppe, und die Extrakte unterscheiden sich stark. Die EU-Bewertung der gesundheitsbezogenen Angaben steht noch aus.
Löwenzahn
- Pflanzenteil
- Wurzel
- Form
- Extrakt
- Anteil
- 14 %
Was untersucht ist
Die Inhaltsstoffe des Löwenzahns, vor allem Bitterstoffe, Inulin und Phenolsäuren, sind gut beschrieben. Auch hier gibt es eine EMA-Monografie zu Wurzel und Kraut.
Wo die Forschung Grenzen hat
Ein Großteil der Daten stammt aus Labor- und Tierstudien, kontrollierte Studien am Menschen gibt es nur wenige. Die EU-Bewertung der gesundheitsbezogenen Angaben steht noch aus.
Du nimmst L-Thyroxin? Dann zählt der Abstand.
Silymarin kann Enzyme und Transporter beeinflussen, über die der Körper auch Medikamente verarbeitet. Das zeigt der systematische Review von Tvrdý et al. Eine Studie, die genau die Kombination mit L-Thyroxin untersucht, haben wir nicht gefunden. Deshalb empfehlen wir Abstand und ärztliche Rücksprache.
- 1Nicht gleichzeitig mit L-ThyroxinL-Thyroxin wird in der Regel nüchtern genommen. Vitaloop mit mehreren Stunden Abstand, z. B. mittags.
- 2Medikamente? Vorher fragen.Wenn du regelmäßig Medikamente nimmst, kläre die Einnahme mit deiner Ärztin, deinem Arzt oder in der Apotheke.
- 3Allergie gegen KorbblütlerAlle drei Pflanzen gehören zu den Korbblütlern. Bei bekannter Allergie bitte nicht einnehmen.
- 4Schwangerschaft, Stillzeit, KinderNicht geeignet für Schwangere, Stillende und Kinder.
Warum wir nicht „klinisch bewiesen“ schreiben.
Für Pflanzenstoffe in Nahrungsergänzungsmitteln hat die EU die gesundheitsbezogenen Angaben noch nicht abschließend bewertet. Bis dahin gelten Übergangsregeln. Wir halten uns daran und versprechen nichts, was die Forschung nicht trägt.
Die Angaben zu Mariendistel, Artischocke und Löwenzahn stehen auf der Liste der Pflanzenstoffe, deren Bewertung durch die EU-Kommission noch aussteht (Art. 28 Abs. 5 und 6 VO (EG) Nr. 1924/2006).
Vitaloop ist ein Nahrungsergänzungsmittel. Es ist nicht dazu bestimmt, Krankheiten zu erkennen, zu behandeln oder zu heilen, auch nicht Hashimoto oder andere Schilddrüsenerkrankungen.
Die EMA-Monografien bewerten pflanzliche Arzneimittel. Für Lebensmittel ist die EFSA zuständig. Wir verlinken die Monografien, weil sie die gründlichsten Übersichten zu den Pflanzen sind.
Kurz gesagt: Die verlinkten Quellen beschreiben den Forschungsstand zu den Pflanzen. Sie sind kein Wirkversprechen für Vitaloop und ersetzen keine ärztliche Beratung.